Goldblumenweizen ®

Zulassung beendet !

Aufgrund mangelnder Nachfrage musste die Erhaltungszüchtung und Saatgutvermehrung, und dementsprechend auch die Zulassung, der Sorte Goldblume eingestellt werden. Aus informativen Gründen werden die nachfolgenden Texte noch einsehbar gehalten, da am einen oder anderen Ort vielleicht noch ein innerbetrieblicher Nachbau erfolgt.

Der Hochqualitätsweizen für ökologischen Landbau auf leichten Standorten

Aus einem alten Winterweizen aus dem Breisgau entwickelt, ist Goldblume nur für ökologisch bewirtschaftete, sandige Standorte geeignet, die tendenziell trockengefährdet sind. Mit üppiger Frühjahrsentwicklung und sehr hohem Wuchs hat Goldblume eine sehr gute Beikrautbeschattung. Die Ähren sind begrannt und braunspelzig.

Hohe Feuchtklebergehalte - hohe Backqualität

Der Feuchtklebergehalt dieser Sorte ist in allen Versuchen bisher unübertroffen. In den Sortenversuchen für den ökologischen Landbau des Landes Brandenburg wurde Goldblumenweizen® auf sandigen Böden vergleichend geprüft (s.Tab.). Gegenüber den modernen Qualitätsweizensorten war Goldblume auf dem Standort Güterfelde ertraglich eindeutig unterlegen, aber in qualitativer Hinsicht Spitzenreiter. Er erzielte immer mit Abstand die höchsten Qualitätswerte des gesamten Prüfsortiments.

Öko-Landessortenversuch Brandenburg der Jahre 2003-2005

Goldblumenweizen® Versuchsdurchschnitt
Ertragsmittel 19,5 dt/ha 22,4 dt/ha
Feuchtkleber (ICC 155) 32,0 % 24 %


Standort: Güterfelde, Brandenburg, 545mm Niederschlag, Parabraunerde, Sl 4 D(30/31)

In den Jahren 2007 -2009 wurde Goldblumenweizen in drei Konzentrationen und in unterschiedlichen Mischungen mit Qualitätshandelssorten unter ökologischen Standortbedingungen getestet, auf denen die Handelssorten im Durchschnitt nur 19,5% Feuchtkleber erzielten. Mit einem Anteil von 30% Goldblume im Saatgut konnte der Gehalt auf 21,3% angehoben werden, wobei die Ertragsminderung auf 9% begrenzt werden konnte.

Die weiche Beschaffenheit des Feuchtklebers ist mit der von Dinkel vergleichbar. Auf mageren Standorten ist dies von Vorteil, da der Kleber unter solchen Umständen von Natur aus fester wird. Auf Grund des außergewöhnlich hohen Protein- und Feuchtklebergehalts und des relativ weichen Klebers eignet sich Goldblume insbesondere zum Aufmischen von weniger hochwertigen Weizenpartien.

Für trockengefährdete Regionen mit sandigen Böden

Goldblume ist vor allem für einen regionalen Winterweizenanbau auf mageren Böden geeignet. In Gegenden vergleichbar mit den in Norddeutschland verbreiteten leichten Standorten (z.B. wie in Ostniedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg), wo sonst kaum Weizen produziert werden kann, lassen sich mit Goldblumenweizen® bisher nicht erahnte Qualitäten erzeugen.

Auf Standorten mit über 35 Bodenpunkten sollte Goldblume wegen Lagerneigung nicht in Reinkultur angebaut werden. Dort empfiehlt sich die Einmischung ertragsbetonter und standfester Sorten. Auch hinsichtlich einer organischen Düngung oder einer luftstickstoffbindenden Vorfrucht sollte zurückhaltend verfahren werden.

Weizensensitive Allergiker

In der Getreidezüchtungsforschung Darzau liegen Hinweise vor, dass die Sorte Goldblume möglicherweise von weizensensitiven Allergikern, die klassischen Dinkel essen können, gut vertragen wird. Dazu darf Erntegut und Mehl aber keine Verunreinigungen mit sonst verbreiteten Weizensorten aufweisen.

Biologisch-dynamisch gezüchtete Sorte

Bei Demeter-Erzeugnissen unter Verwendung von Goldblume darf darauf hingewiesen werden, dass es sich um eine "biologisch-dynamisch gezüchtete Sorte" handelt. Dies wurde mit Datum vom 10.2.2010 vom Demeter eV bescheinigt.

Ergänzende Angaben zur
Werdegangbeschreibung von Goldblumenweizen
Goldblume wurde in der Getreidezüchtungsforschung Darzau von 1992 an aus der genetischen Ressource BGRC27794 mittels Stammbaum-Selektionsmethode (Pedigree) ausgelesen und war vom 19.1.2004 bis 21.8.2007 unter WW3160 beim Bundessortenamt registriert. Am 17.9.2010 wurde Goldblume vom Bundessortenamt als Erhaltungssorte für Deutschland zugelassen.

Goldblume vermittelt im Bildekräftebereich auf selbstverständliche Art ein stimmiges In-Sich-Sein. Die Lebenskräfte werden auf sanfte Art lichthaft belebt und gekräftigt. Der Kopf ist hell und klar, der ganze Mensch präsent. Der Herz-Seelenraum wird mild durchlichtet, erweitert, weit geöffnet, wahrnehmend und mitfühlend. Die Wahrnehmung wird ganz getragen vom Herz-Seelenraum und geht durch den Hörraum nach außen. In dem sanft gestärkten Lebensleib wird die Wahrnehmung erweitert und auf die seelisch-geistige Dimension der Dinge gelenkt. Die ganze Stimmung ist mild freundlich, freudig, offen annehmend.

Die Angaben zur Werdegangbeschreibung wurden von Karl-Josef Müller verfasst.

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Zuletzt aktualisiert : 20.12.2016