Winterfuttererbse Nischkes, auch zur Körnernutzung geeignet

Die Wintererbse Nischkes ist eine violett blühende, vollblättrige Winterfuttererbse mit ausgeprägter Winterhärte, die im Mischanbau beispielsweise mit Getreide (bevorzugt Triticale) auch zur Körnernutzung angebaut werden kann. Im Unterschied zu anderen mitgeprüften Sorten diesen Typs war die Abreife früher und gleichmäßiger. Bei den zum Teil extremen Kahlfrösten hat sich "Nischkes" im Vergleich mit anderen Sorten als besonders frostresistent und ertragreich auf den sandigen Böden gezeigt. Aufgrund der hohen Kornmasse und des verhältnismäßig geringeren Schalenanteils eignet sich Nischkes besonders für die Körnernutzung als Eiweißfutter, sofern die Tanninhaltigkeit kein Problem darstellt.

Verwendung: Futtererbse oder Körnereiweißerbse im Drusch
Anbau: Gemengeanbau mit Triticale – Erbse 50 bis 60 Kö/m² und Triticale bis zu 150 Kö/m²
Eigenschaften:
• Buntblühend – violette Blütenfarbe
• vollblättrig – Fiederblätter
• tanninhaltig - gute Resistenzeigenschaften
• mittelhoher Wuchs – Pflanzenlänge 120 bis 150 cm Pflanzenlänge
• geringe Neigung zur Seitentriebbildung
• hohe Kornausbildung pro Hülse
• relativ hohes TKM 140 bis 150g
• mittlerer RP-Gehalt 24 bis 25 % (%TM)
• ertraglich im Gemengeanbau besser als Referenz
• zeitigere und gleichmäßigere Abreife
• geringe Reifeverzögerung

Saatgut
Anfragen zu Saatgut richten Sie bitte an Öko-Korn-Nord (Fon: +49-4138-5106-14, Fax: -20).

Ergänzende Angaben zur
Werdegangbeschreibung der Wintererbse "Nischkes"
Nischkes kam 2007 mit mehreren anderen genetischen Ressourcen aus Versuchen der Universität Kassel-Witzenhausen zur weiteren Bearbeitung nach Darzau. Bereits mit der Übernahme wurde für Nischkes eine Erhaltungszüchtung unter biologisch-dynamischen Anbaubedingungen nach der Stammbaummethode begonnen. Unter der BSA-Kenn-Nr. EF872 wurde Nisckes im Jahr 2014 als Erhaltungssorte zugelassen.

Die Angaben zur Werdegangbeschreibung wurden von Karl-Josef Müller verfasst.

Zuletzt aktualisiert : 15.03.2015