Jobbörse

Ihre schriftliche Bewerbung ausschließlich per Email richten Sie bitte an Dr. Karl-Josef Müller (siehe Kontakt).

Der Aufgabenumfang eines Züchtungsassistenten wird als Einstieg in die Übernahme eines eigenen Forschungs- und Züchtungsbereichs gesehen. Unterbesetzt sind wir derzeit im Teilbereich Erbsen, Gerste und Einkorn. Da wir ein kleines Team sind, sind die Arbeiten recht vielfältig und reichen von der Merkmalserfassung, Elitepflanzen- und Parzellendruschernte über Saatgutaufbereitung, Magazinierung, Analyse, Auswertung und Dokumentation bis zur Planung neuer Versuche und nicht zuletzt der Ergebnispräsentation. Auch bei der Arbeit mit technischem Gerät (Geräteträger, Spezialparzellensämaschine, Präparateausbringung, Versuchsparzellen- und Versuchsanlagenpflege, Mähdrusch) ist Mitwirkung immer wieder von Nöten.

Es geht in allen Vorhaben darum, neue Kriterien für die ökologische Züchtung zu entwickeln und exemplarisch auf züchterischem Wege in neue Sorten umzusetzen. Dabei liegt der Focus sowohl auf Verbesserungen für Anbau und Verarbeitung als auch für die Ernährung des Menschen.

Die Getreidezüchtungsforschung Darzau finanziert sich über Forschungsprojekte mit Unterstützung von Stiftungen und privaten Spendern, sowie aus öffentlichen Zuwendungen. Demzufolge wird von Bewerbern erwartet, sich mit dafür einzusetzen, Unterstützer für neue Ideen- und Aufgabenbereiche zu finden. Dazu gehört nicht nur das Erarbeiten von Projektideen und das Ausarbeitung von Forschungsanträgen, sondern auch die Anfertigung von Berichten und Veröffentlichungen.

Ein abgeschlossenes Studium mit ackerbaulichen und pflanzenzüchterischen Schwerpunkten, sowie grundlegende Kenntnisse und praktische Erfahrungen im ökologischen Landbau sind gute Voraussetzungen. Grundkenntnisse der Pflanzenzüchtung sind wünschenswert. Wichtiger ist das Interesse an einer eigenständigen Differenzierung und Beurteilung von Merkmalsunterschieden vor dem Hintergrund eines umfassenden anthroposophischem Natur- und Menschenbildes. Es besteht fast immer auch die Möglichkeit, zunächst als Praktikant mitzuarbeiten, um sich auf diese Weise selbst zu prüfen. Bewerben Sie sich bitte einfach mit all den Angaben, von denen Sie meinen, dass sie mitzuteilen sind und schreiben Sie bitte auch etwas zu Ihrer Motivation.

(Agrarwirtschaftlich Technischer Assistent, Agrartechnischer Assistent,  Landwirtschaftlich Technischer Assistent, Pflanzentechnologe, Landwirt mit Sinn für Genauigkeit im Detail, etc.)
Der Aufgabenbereich der Anlage und Betreuung von Feldversuchen und Zuchtgärten, Durchführung von Bonituren und Messungen in Pflanzenbeständen, Inokulationen und Analysen, die Aufarbeitung und Untersuchung der Ernte, sowie die Pflege, Wartung, kleinere Reparaturen und natürlich die Bedienung von Maschinen und Geräten braucht jetzt einen Mitarbeiter in Vollzeit.
Um daran mitzuarbeiten, neue methodische Ansätze voranzubringen, die sich aus einer biodynamischen Heransgehensweise entwickeln, sollte der ökologische Landbau ein echtes Anliegen sein. Ein weiterer neu zu ergreifender Bereich ist die Planung und Koordination der sich an die Sortenentwicklung anschliessenden Elite- und Züchtersaatgutvorvermehrung mit landwirtschaftlichen Betrieben und Vermehrungsorganisationen. Bei Entwicklung entsprechender Fähigkeiten unter Anleitung durch einen Züchter, könnten ggf. auch eigenständige Selektionsarbeiten in der Sommer- und Winterroggenzüchtung übernommen werden.
Eine interessante und vielseitige Aufgabe wartet auf Sie.
Das Team der Getreidezüchtungsforschung ist gespannt auf Ihre Bewerbung.

Auszubildende zum Agrarwirtschaftlich-Techischen-Assistenten (ATA)

Für die Ausbildung zum ATA an den Berufsbildenden Schulen (BBS III) in Lüneburg (näheres siehe dort) bieten wir einen Praktikumplatz. Vorraussetzung für die Ausbildung ist die Mittlere Reife oder Vergleichbares. Die Bewerbung bei der Schule kann nur mit einer schriftlichen Zusage des Praktikumsbetriebes erfolgen. Interessenten sollten sich also zunächst an der BBS III informieren, ob noch Plätze frei sind, sich daraufhin in der Getreidezüchtunsforschung bewerben, um sich mit einem Praktikumsvertrag dann endgültig an der BBS III in Lüneburg anmelden zu können.

Das Praktikumsjahr im Rahmen dieser Ausbildung findet dann vom 01.02. - 31.01. statt:
Unter ökologischen Anbaubedingungen wird mit Gerste, Weizen, Roggen, Einkorn, Hafer und Erbsen unter dem Blickwinkel der Eignung für den Ökologischen Landbau und der Ernährung des Menschen gearbeitet.
Aufgrund der geringen Betriebsgröße von bis zu 6 ständigen Mitarbeitern bekommen die/der Auszubildende vielfältige und abwechslungsreiche Einblicke in alle Bereiche der Arbeit. Im Labor geht es z.B um die Bestimmung von Weizenklebereiweiß, Stärkemenge und Zusammensetzung, Viskositätseigenschaften, Gelbpigmentgehalte und Ballaststoffe. Desweiteren steht für die/den Auszubildenden die Arbeit auf dem Feld, d.h. Feldvorbereitung mit Einmessen und Markieren, Aussaat, Datenerhebung (Bonituren), künstliche Infektionen, Kreuzungen sowie zum Teil auch Feldpflegearbeiten und natürlich die Ernte an. Nach der Ernte geht es darum, das Getreide zu reinigen und für die obengenannten Laboranalysen aufzubereiten. Gleichzeitig muss das Wintergetreide schon wieder für die Aussaat vorbereitet werden.
Die Arbeit ist abwechslungsreich und findet je nach Jahreszeit draussen und drinnen statt. Die/der Auszubildene sollte nicht wetterscheu sein und auch einmal mit Regentagen auf dem Feld rechnen. Am Ende des praktischen Jahres hat jeder, der bei uns war, einen kompletten Jahresrythmus durchlaufen.
Wer also Interesse am Ökologischen Landbau hat, einen abwechslungsreichen, interessanten Beruf erlernen möchte und bereit ist, sich mit den speziellen Gegebenheiten der Ökozüchtung auseinander zu setzen, ist bei uns genau richtig. Sofern erforderlich helfen die Mitarbeiter bei der Suche nach einer Unterkunft in Betriebsnähe.
Ihre Bewerbung für das neue Schuljahr, das nach den Sommerferien beginnt, erwarten wir bevorzugt in der Zeit von Januar bis April.

Für die Zeit der Ernte und Aufarbeitung der Versuche im Juli-August-September bieten wir in Darzau kurzfristige Mitarbeitsmöglichkeiten von 4-12 Wochen an. Nach der Ernte der Versuchsparzellen und der anschließenden Reinigung der Ernteproben liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung von Weizen mittels Feuchtkleberbestimmung, Sedimentationswert und Fallzahl. Untersuchungen zur Stärkeviskosität von Gerste oder zu den Eigenschaften von Einkorn schließen sich an. Parallel beginnt dann auch schon die Vorbereitung der Herbstaussaat mit Einzelährendrusch, Kornmassebestimmung, Keimprüfungen, Saatguteinwaage und Magazinierung. Wenn die Sommerferien in Niedersachsen in diese Zeit fallen, können wir auch Schüler(innen) ab 16 Jahre einen Ferienjob über drei bis vier Wochen in der Zeit ab ca. 20.Juli anbieten, sofern sie in erreichbarer Nähe wohnen.

Diese Zeiten bieten sich auch für Studenten an, die einen Praktikumsplatz für die Ausbildung an einer Hochschule suchen. Prinzipiell bieten wir in Einzelfällen auch Praktika bis zu einer Dauer von einem Jahr an. Bitte geben Sie bei einer Bewerbung an, ob das Praktikum ggf. für einen bestimmten Abschluss benötigt wird. Ein Praktikum dieser Art ist der beste Einstieg in eine Laufbahn als ökologischer Pflanzenzüchter, denn wenn Sie die vielen kleinen Handgriffe aus eigener Erfahrung kennen, können Sie Andere später auch gut darin anleiten, selbst wenn sich die Technik bis dahin schon wieder etwas weiterentwickelt hat.

Sie wollen noch mehr dazu wissen oder haben spezielle Fragen zum Praktikum und allen sonstigen Umständen drumherum? Schreiben Sie einfach eine Mail!

Wenn Sie zu einer unserer in der Züchtungsforschung bearbeiteten Kulturen im Rahmen Ihrer universitären Ausbildung ein Thema bearbeiten möchten, dann melden Sie sich einfach. Wir haben immer ein paar Themen auf Lager, die einer Bearbeitung harren, aber nicht alles kann immer sofort losgehen. Sofern in der Getreidezüchtungsforschung selbst schon kein Platz mehr ist, kann eine Unterkunft in der Nähe vermittelt werden. Material- und Reisekosten sind oft auch kurzfristig finanzierbar. Promotionsarbeiten erfordern eine gründliche Vorbereitung. Auch für einfachere Fragestellungen muss das Eine oder Andere für den Feldversuchsanbau frühzeitig eingeplant werden, um die Auswertbarkeit der dann erst später zu erfassenden Daten gut vorzubereiten. Ein Praktikum bietet dafür die besten Voraussetzungen (siehe oben). 

Aktuell gäbe es Themen zur Erbsenvielfalt (Pflanzenmerkmale, Korneigenschaften), zum Erbsenanbau (Mischungsanbau), zur Einkornvielfalt und zum Freidrusch von Einkorn, zum Schossverhalten bei Triticale und zu Inhaltsstoffuntersuchungen bei Gerste.