Wintererbsen-Schwefeldüngervergleiche

Die symbiotische Stickstofffixierung der Leguminosen ist essentiell an eine ausreichende Verfügbarkeit von Schwefel gebunden. Sofern eine Mangelsituation vorherrscht, kann auch nur mangelhaft Luftstickstoff über die Rhizobien den Leguminosen zum Eiweißaufbau verfügbar gemacht werden.

In dem Versuch wurde Wintertriticale Agostino in einer Saatstärke von 150 Korn/m² in Mischung mit Wintererbse Nischkes in einer Saatstärke von 45 Korn/m² am 17.9.2018 auf einer Parzellengröße von je15m² (Erntefläche) mit 5 Wiederholungen je Prüfglied als vollständig randomisierte Blockanlage ausgesät.

Folgende Varianten wurden angelegt:

1. Kontrolle (unbehandelt)
2. Schwefellinsen mit dem Saatgut ausgebracht (40 kg/ha S = 46kg/ha Intrachem)
3. Schwefellinsen im Herbst ausgestreut (40kg/ha S - Intrachem)
4. Schwefellinsen im Frühjahr ausgestreut (40kg/ha S - Intrachem - 04.04.2019)
5. Gips im Frühjahr ausgestreut (40kg/ha S - 04.04.2019)
6. Kieserit im Frühjahr ausgestreut (40kg/ha S - 04.04.2019)

Vorgesehen ist, nach dem Drusch die Gesamtmenge pro Parzelle zu erfassen, anschließend die Erbsen zu separieren und zu wiegen, sowie abschließend an Mischproben der Varianten die Rohproteingehalte zu bestimmen. Die statistische Auswertung schließt sich an.

Gefördert wird der Schwefeldüngerversuch vom Land Niedersachsen über die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, welche auch die Regie über den Versuch führt. Mit Ausnahme von Variante 2 steht der Versuch auch auf dem Versuchsbetrieb der Universität Göttingen.

Mit Unterstützung des Landes Niedersachsen gefördert über das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird dieses Vorhaben in der Vegetation 2018/19 am Standort Köhlingen bei Darzau durchgeführt. Ergebnisse werden nach Abschluß aller Erhebungen und Analysen durch die LWK Niedersachsen bekannt gemacht.